Neben dem Kaufpreis fallen beim Immobilienkauf erhebliche Nebenkosten an – je nach Bundesland und Maklerbeteiligung zwischen etwa 7 und 15 % des Kaufpreises. Banken finanzieren diese Kosten meist nicht, sie sollten aus Eigenkapital gedeckt werden.
Grunderwerbsteuer
Die Grunderwerbsteuer ist der größte Posten. Sie liegt je nach Bundesland zwischen 3,5 % und 6,5 % des Kaufpreises. In Hessen beträgt sie 6 %.
Notar und Grundbuch
Für Beurkundung, Auflassungsvormerkung und Eigentumsumschreibung fallen zusammen rund 1,5 bis 2 % des Kaufpreises an. Wird zusätzlich eine Grundschuld für die Finanzierung eingetragen, kommen weitere Gebühren hinzu.
Maklerprovision
Beim Kauf von Wohnungen und Einfamilienhäusern durch Verbraucher gilt seit Dezember 2020 die Halbteilung: Der Käufer zahlt höchstens so viel Provision wie der Verkäufer. Üblich sind je Seite rund 3 bis 3,57 % inklusive Mehrwertsteuer.
Beispielrechnung (Hessen)
- Kaufpreis: 400.000 €
- Grunderwerbsteuer (6 %): 24.000 €
- Notar & Grundbuch (ca. 2 %): 8.000 €
- Maklerprovision Käuferanteil (3,57 %): 14.280 €
- Nebenkosten gesamt: rund 46.280 €
Weitere Kosten einplanen
Denken Sie auch an Umzug, Renovierung, eventuelle Rücklagen für Instandhaltung und bei Eigentumswohnungen an das Hausgeld.
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